CD-Eigenproduktionen, Demo-Tapes und Importe

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Elvenpath - Gateways
(Demo-CD / CD-Eigenproduktion) 40,57 min

Allein folgender Auszug aus der eigenen Bandbeschreibung macht die Frankfurter Formation ELVENPATH den klassischen Metal-Fans äußerst sympathisch: "Eine kleine Handvoll Ewiggestriger glaubt nach wie vor an die Macht des Power Metals, hört unverdrossen alte IRON MAIDEN und BLIND GUARDIAN Alben und ruft schließlich eine Band ins Leben, um ihren musikalischen Ideen Ausdruck zu verleihen". Gut so! Schade, dass es nicht mehr solche Schwermetaller gibt! Die stilistische Richtung dürfte demzufolge klar sein: traditioneller Heavy Metal mit der klassischen Besetzung guitar, guitar, bass, drums und vocals. Jetzt könnte man meinen, dass die Hessen aufgrund des Bandnamens ausschließlich in Richtung BLIND GUARDIAN gehen, aber es gibt auch vereinzelt Strukturen, die beispielsweise an alte FATES WARNING erinnern, wobei ELVENPATH allerdings bei weitem nicht so komplex zu Werke gehen wie Jim Matheos, John Arch und Konsorten. Wenn im Einzelfall trotzdem dieser Vergleich bemüht wird (z.B. bei Shade Of A Wolfsface), dann bezieht sich das eher auf Night On Broken, und selbst dann sind etwaige Parallelen mit großer Vorsicht zu betrachten. Was sicherlich rauskommt sind Einflüsse von Bands wie GAMMA RAY, BLIND GUARDIAN und teilweise vielleicht ein kleines bisschen HELSTAR, aber die allgemeine Tendenz geht zu typisch deutschen Power Metal Bands und zeitlosen Metal, der zwar melodisch, aber nie zu soft oder seicht ist. Leider gibt es aber einen kleinen Wermutstropfen, den man bei aller Sympathie nicht verschweigen darf: das ist der Gesang, der ehrlich gesagt doch etwas zu wünschen übrig lässt. Die Vocals sind zwar nicht schlecht, aber zum Prädikat "gut" reicht es andererseits auch nicht. Egal, Hauptsache die Mucke bringt Spaß am Zuhören rüber, und das ist der Fall. www.elvenpath.com
Wolfgang Volk (04.04.2005)