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Tim Donahue - Madmen & Sinners
Erscheinungsdatum: 15.06.2004
(Frontiers Records) 63,44 min

TIM GONAHUEs Projekt dürfte vor allem für Progressive Metal Fans und konkret für die Fans von DREAM THEATER interessant sein, denn mit James LaBrie hat sich Donahue den Frontmann des Traumtheaters als Sänger an seine Seite geholt. Und allein schon die charakteristischen Vocals von LaBrie lassen Assoziationen zu DREAM THEATER aufkommen, aber nicht nur die Stimme ist für diese Parallele verantwortlich - auch der Stil allgemein ist stellenweise ähnlich (aber eben nur teilweise ... nicht generell-!). Wobei man natürlich ganz klar feststellen muss, dass Madmen & Sinners keinesfalls ein bloßes DREAM THEATER Plagiat ist! Die Scheibe hat durchaus ein eigenständiges Flair und unterscheidet sich in vielen Dingen von James' Hauptband. Zum einen sind die Songs zwar auch technisch anspruchsvoll, aber nicht so steril-intellektuell wie die neueren DT Veröffentlichungen, sondern aggressiver und nicht so extrem "verfuddelt". Von allen DT Alben könnte Awake vermutlich am ehesten mit Madmen & Sinners verglichen werden, wobei nochmals erwähnt werden muss, dass solch ein Vergleich hinkt, weil TIM DONAHUE durchaus seinen eigenen Stil hat. Tims instrumentelle Fertigkeiten (Gitarre, Bass und Keyboards) sind zweifelsohne erstklassig, aber er lässt diese außergewöhnlichen Fähigkeiten nicht so auffällig heraushängen wie beispielsweise die Herren Petrucci oder Myung. Auch die Drums von Mike Mangini sind wesentlich straighter als von Mike Portnoy, was aber auch Sinn macht, denn die Songs auf Madmen & Sinners sind wie gesagt allgemein ein kleines bisschen geradliniger und härter als von DREAM THEATER (obwohl es sicherlich auch sehr viele anspruchsvolle Strukturen gibt). Fazit: mit Madmen & Sinners ist Tim Donahue ein sehr gutes Progressive Metal Album voller Heavyness und Anspruch gelungen, das den Spagat zwischen Zugänglichkeit und Frickelei gut meistert! An den Meilenstein Images And Words kommt Madmen & Sinners zwar nicht heran (wobei das auch gar nicht beabsichtigt ist), aber wer beispielsweise Awake gemocht hat, der sollte sich die Scheibe unbedingt für den nächsten Besuch im CD-Laden vormerken und dort anchecken.
13 Punkte - Wolfgang Volk (10.04.2004)

Playlist
1. Millions Miles
2. Let Go
3. My Heart Bleeds
4. Feel My Pain
5. Morte et Dabo
6. Children of the Flame
7. End
8. Wildest Dreams
9. Master of the Mind
10. Madmen & Sinners