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Pagan´s Mind - Celestial Entrance
Erscheinungsdatum: 25.11.2002
(LMP/SPV) 71,44 min

Progressive Metal aus Norwegen gibt es von PAGAN´S MIND auf deren neuem Album Celestial Entrance zu hören. Speziell im Bereich des Prog Metal setzt es am Anfang eines Reviews in der Regel Vergleiche mit DREAM THEATER, FATES WARNING oder anderen Größen dieses Genres - nicht aber bei PAGAN´S MIND, die ihren eigenen Stil inne haben, so dass jeglicher Vergleich unangebracht wäre und nur zu Missverständnissen führen würde. Jetzt kommt aber die nächste Schwierigkeit, denn der Stil von Celestial Entrance ist gar nicht einfach zu beschreiben. Im Prinzip ist es "normaler" Progressive Metal, d.h. anspruchsvoller Metal mit komplexen Strukturen, Breaks und den fast schon obligatorischen hohen Gesang. Naja ... wenn man ehrlich ist gilt diese Beschreibung für fast alle Prog Metal Bands, aber augenfällige Besonderheiten sind von PAGAN´S MIND nicht zu vermelden. Die angesprochenen komplexen Strukturen sind nie zu "verfrickelt" und lassen einen Roten Faden erkennen, aber andererseits sind die Songs niemals eingängig komponiert, so dass die Freunde der "weniger zugänglichen" Mucke auch ihre Freude an der Scheibe haben dürften. Trotzdem fehlt alles in allem der berühmt-berüchtigte Funke, der irgendwie nicht überspringen will, weil der spezielle Kick meiner Meinung nach nicht vorhanden ist. Das ist aber natürlich reine Ansichtssache/Geschmackssache, und es könnte durchaus Progressive Metal Fans geben, die genau das Gegenteil behaupten. Der Härtegrad ist nicht im soften Bereich angesiedelt sondern bewegt sich in der Mitte zwischen Melodic und wuchtiger Heavyness. Der Gesang von Nils K. Rue ist technisch gesehen einwandfrei, aber streckenweise nervt er ein kleines bisschen ... vor allem dann, wenn er sich in die höchsten Höhen erhebt. Was bleibt als Fazit festzuhalten? Tja, ein klassisches Fazit gibt es bei Celestial Entrance ehrlich gesagt nicht, weil die Mucke so individuell ist, dass sich jeder sein eigenes subjektives Bild/Urteil bilden sollte. Ich persönlich stehe der Scheibe zweigeteilt gegenüber: einerseits gefallen mir einige Passagen und die Technik ist sowieso ohne Fehl und Tadel, aber andererseits fehlt mir wie gesagt der Funke und der besondere "Kick", der nicht so richtig überspringen will.
8 Punkte - Wolfgang Volk (21.12.2002)