Alle  A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z  0-9    (insgesamt 809)         [Das Punktesystem]
Rough Silk - Symphony Of Life
Erscheinungsdatum: 11.10.2001
(Breaker Records) 71,46 min

Mit dem vermutlich stärksten Album ihrer bisherigen Bandgeschichte melden sich die Hannoveraner von ROUGH SILK eindrucksvoll in der Metal Szene zurück. Die allgemeine „Schubladisierung“ hat sich natürlich nicht geändert, und so gehören die Norddeutschen nach wie vor zur Kategorie des Melodic Metal, allerdings hat sich die Qualität ihrer Nummern im Vergleich zu den Vorgänger Scheiben teilweise doch erheblich verbessert. Songs wie z.B. Nice Day For A Funeral machen einfach Spaß am Zuhören und mitsingen, allerdings haben sich leider auch wieder einige wenige Schwachpunkte wie The Opposite Of Yes eingeschlichen, aber diese weniger begeisternden Stücke sind eindeutig in der Minderheit. Haben sich ROUGH SILK früher schon manchmal ein kleines bisschen an SAVATAGE orientiert, so fällt das bei Symphony Of Life besonders deutlich auf, zumal der SAVA-Mastermind Jon Oliva als Co-Producer fungiert hat und sich auf Lucifer sogar die Ehre eines Duetts mit Thomas Ludolphy gibt. Dominant sind gewohntermaßen die Gitarren und die Keyboards von Ferdy Doernberg und der eingängige Gesang von Ludolphy, aber diesmal hat die Band auch mit ungewöhnlichen Instrumenten geliebäugelt (z.B. Mandoline, Hawaii-Gitarre, Tin-Whistle und einige mehr). Positiv fällt diesbezüglich aber auf, dass solche „Exoten“ nur sehr bedingt und spartanisch eingesetzt worden sind, so dass der typische Sound im Prinzip wenig tangiert wird. Noch mehr Wert als früher legen die Jungs auf Chöre, welche das Gesamtbild recht episch erscheinen lassen, und das steht ROUGH SILK in den meisten betroffenen Passagen ausgezeichnet. Bedingt durch den Abwechslungsreichtum der Scheibe (Under The Guilliutine klingt sogar nach alten QUEEN!) wird den meisten Fans möglicherweise nicht unbedingt jedes Lied gefallen, aber das ist durchaus verkraftbar, weil der Großteil der Songs sehr gelungen ist und außerdem auf diese Weise nie Langeweile aufkommt. Auch hinsichtlich des Tempos wird stark variiert, und so sind geschwindigkeitstechnisch alle Gangarten vertreten, die der Melodic Metal zu bieten hat (natürlich außer kompromißlosem Speed´n´Thrash). Ein bedingungsloser „Blindkauf“ ist zwar noch nicht unbedingt anzuraten, aber eine Hörprobe im Plattenladen sollte allemal drin sein, um sich ein eigenes Bild zu machen.
12 Punkte - Wolfgang Volk (10.10.2001)

Playlist
1. Symphony of life
2. Suicide king & chaos queen
3. Savannah
4. Lucifer
5. The truth
6. Nice day for a funeral 
7. The opposite of yes
8. Silicone
9. Under the guillotine
10. Stories to hell
11. Savannah (Radio-edit)
12. Nice day for a funeral (Radio-Edit)