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Judas Priest - Demolition
Erscheinungsdatum: 16.07.2001
(Steamhammer/SPV) 70,53 min

The Priest is back! Wirklich? Wohin gehen die Wege der ehemaligen Gods of Metal? Back to the glory roots oder tendieren JUDAS PRIEST wie schon auf Jugulator mehr zu einem moderneren Metal-Stil? Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten, weil PRIEST eine Art von Mittelweg gewählt haben, nämlich modernen Sound und auch moderne Einflüsse, welche sie andererseits teilweise mit dem klassischen Songwriting der älteren Tage kombiniert haben. Aber reicht das den alten Fans wirklich aus und sie bereit, diese Änderungen mitzumachen? Kommt ganz drauf an ... schon Jugulator teilte das Fanlager in zwei Seiten, und bei Demolition wird das wohl kaum anders sein. Fakt ist, dass JUDAS PRIEST nach wie vor echten Heavy Metal spielen - Fakt ist aber auch, dass sich dieser Metal von Klassikern wie Defenders Of The Faith oder auch Painkiller gewaltig unterscheidet, weil die Mucke einfach viel neuzeitlicher klingt. Ganz so brachial wie Jugulator ist Demolition zwar nicht ausgefallen, aber so traditionell wie Painkiller ist das Album auf der anderen Seite nicht geworden ... also wie bereits gesagt ein Mittelweg, mit dem die Alt-Fans mit Sicherheit mehr Probleme haben als die Anhänger, die mit Jugulator warm geworden sind. Hinzu kommt, dass Ripper Owens auf der neuen Scheibe wesentlich mehr Eigenständigkeit einbringt als auf dem Vorgänger (wo er teilweise Rob Halford schon verdammt nacheiferte), und diese neue Eigenständigkeit wird den alten Fans möglicherweise zusätzlich bitter aufstoßen, weil man den Metal-God Halford einfach nicht aus dem Kopf bekommt. Alles in allem lässt sich sicherlich festhalten, dass Demolition definitiv kein Überhammer geworden ist, und besonders die Fans der Anfangstage müssen realisieren, dass JUDAS PRIEST anno 2001 nicht mehr die JUDAS PRIEST der 80er Jahre sind. Und wenn man diese Fans nach ihrer Meinung zum direkten Vergleich JUDAS PRIEST – HALFORD fragt, so würden höchstwahrscheinlich mindestens 95% antworten, dass HALFORD eindeutiger Sieger nach Punkten ist, auch wenn Demolition mit Sicherheit kein schlechtes Album geworden ist.
8 Punkte - Wolfgang Volk (25.06.2001)

Playlist
1. Machine man
2. One on one
3. Hell is home
4. Jekyll and hyde
5. Close to you
6. Devil digger
7. Bloodsucker 
8. In between
9. Feed on me
10. Subterfuge
11. Lost and found
12. Cyberface
13. Metal messiah 
Weiteres zu Judas Priest:

- Diverse LPs 1974 - 1984 (ClassicReviews)

- Jugulator (CDCheck)