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Di´Anno - Nomad
Erscheinungsdatum: 17.05.2001
(B.O. Records) 47,15 min

Wie heißt es immer so schön in den Pressemitteilungen: " ... Rückkehr zu seinen musikalischen Roots ..." usw. BULL-SHIT! Wenn das die musikalischen Wurzelns des Herrn Paul Di´Anno sind, dann muss IRON MAIDEN in der Anfangsphase wohl eine Durchschnittsband gewesen sein. Aber wie jeder weiß (oder zumindest wissen sollte) war dem aber ganz bestimmt nicht so, denn in der Zeit von 1980 bis 1988 gehörten die Eisernen Jungfrauen zusammen mit JUDAS PRIEST, DIO und noch ein paar anderen Ausnahmengruppen zu den Aus-hängschildern des klassischen Schwermetalls, und darunter fallen natürlich auch die ersten beiden MAIDEN-Platten Iron Maiden und Killers - mit einem gewissen Paul Di´Anno an den Vocals! Von dieser guten alten Goldenen Zeit ist DI´ANNOs Nomad jedoch leider meilenweit entfernt ... aber immerhin besinnt sich Di´Anno glücklicherweise auf den traditionellen Heavy Metal, wobei ein paar Songs (z.B. War Machine und das unsäglich beschissene Dog Dead) allerdings moderne Strukturen aufweisen und das wird bei den alten Fans wohl weniger gut ankommen. Bei Dog Dead hat man sogar teilweise den bitteren Geschmack von Metal-Rap im Ohr, und das auch noch als Abschlußtrack ... nachdem man ja schon halbwegs glücklich war, dass die CD nicht gar so grausam wie befürchtet geworden ist gibt´s damit noch mal einen richtigen Tritt ins Gesicht eines jeden echten Metal Fans - eigentlich schon eine Unverschämtheit! Andererseits gibt es Gott sei Dank auch wirklich gute Songs wie die Halbballade The Living Dead, die zumindest ein ganz kleines bisschen MAIDEN-Feeling aufkommen lassen. Insgesamt ist Nomad aber viel zu durchschnittlich für so einen großen Namen wie Paul Di´Anno geworden ... obwohl dieser Name in den letzten Jahren sowieso ziemlich an Glanz verloren hat. Insofern ist Nomad also immerhin eine deutliche Steigerung und (endlich) die vielgerühmte Rückkehr zum klassischen Heavy Metal, daher sollten Metal-Dinos doch mal in die Scheibe reinhören und sich ein eigenes Bild verschaffen - von einem "Blindkauf" ist allerdings auf jeden Fall abzuraten. Fazit: eine erwartete Enttäuschung, die sich aber glücklicherweise in halbwegs erträglichen Grenzen hält!
6 Punkte - Wolfgang Volk (05.05.2001)

Playlist
1. Intro
2. Mad Man in the Attic
3. War Machine
4. Brothers of the Tomb
5. P.O.V. 2000
6. Living Dead 
7. Nomad
8. S.A.T.A.N.
9. Cold War
10. Do or Die
11. Dog Dead