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W.A.S.P. - The Sting
Erscheinungsdatum: 06.11.2000
(Snapper Music/SPV) 66,01 min

Hmm … es ist doch noch gar nicht so lange her, als von W.A.S.P. die Double Live Assassins Scheibe veröffentlicht wurde – macht es da Sinn, mit The Sting schon wieder ein Livealbum nachzuschieben? Sorry, aber hier drängt sich einem dann doch der Verdacht auf, als wollte man nur noch mal auf Kosten der Fans die schnelle Kohle machen (wenn andere Gründe vorliegen sollte, wird diese Vermutung natürlich zurück genommen, aber merkwürdig ist es trotzdem). Anyway ... kommen wir auf die CD selbst zu sprechen, die ein Livemitschnitt vom 22. April im Key Club, Kalifornien ist, der übrigens im Internet (World Wide Web) live übertragen wurde. Was soll man groß sagen – W.A.S.P. spielen ihren Schock-Heavy-Metal souverän herunter, und überraschen nicht unbedingt was die Playlist angeht. Und ehrlich gesagt muss hier wieder Kritik angebracht werden, weil die Hälfte des Songmaterials bereits auf Double Live Assassins drauf war ... da hätte man sich aber wirklich mehr einfallen lassen können. Bei diesen Songs handelt es sich selbstverständlich um die alten Gassenhauer wie beispielsweise Animal (Fuck Like A Beast), The Real Me, I Wanna Be Somebody, Blind In Texas usw. Was bislang noch nicht als offizielle Liveaufnahme veröffentlicht wurde, sind Stücke vom letzten Helldorado Album, aber das sind wie bereits gesagt nur ca. 50% der CD. Blackie Lawless ist wie gewohnt in guter Form, brilliert mit seiner außergewöhnlichen Stimme und gibt als Ansage zu Animal einen halbwegs deftigen Spruch zum besten, wobei er sich im Vergleich zu früheren Jahren doch extrem zurückhält (ist da etwa aus kommerziellen Gründen auf das prüde amerikanische Publikum Rücksicht genommen worden?). Die Mucke selbst dürfte jeder gestandene Schwermetaller zur Genüge kennen, daher soll hier darauf nicht weiter eingegangen werden (reinrassiger Heavy Metal mit ausdrucksstarken Vocals und Guitars im Vordergrund). Insgesamt waren W.A.S.P. aber auch schon in wesentlich besserer Form, und auch die coolen Sprüche/Ansagen fehlen irgendwie. Bleibt als Fazit festzuhalten: The Sting ist eine ordentliche Scheibe, daran besteht kein Zweifel, mehr aber auch nicht und ob man für gutes Geld zwei Livescheiben in kurzen Abständen hintereinander kauft, muss sowieso jeder für sich selbst entscheiden.
Wolfgang Volk (21.02.2001)

Playlist
1. Helldorado
2. Inside the electric circus
3. Chainsaw Charlie
4. Wild child
5. L.O.V.E. machine
6. Animal (F**K like a beast) 
7. Slepping (in the fire)
8. Damnation angels
9. Dirty balls
10. The real me
11. I wanna be somebody
12. Blind in Texas 
Weiteres zu W.A.S.P.:

- K.F.D. (CDCheck)