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Virgin Steele - The House Of Atreus Act II (Doppel-CD)
Erscheinungsdatum: 16.10.2000
(T&T/Noise/Modern Music) 89,24 min

Eines vorab: Mastermind David DeFeis muss ein echter Workaholic sein, anders ist es kaum zu erklären, dass der zweite Akt der "Barbaric-Romantic Opera" Klytaimnestra nicht nur ein einfaches, sondern sogar ein Doppelalbum geworden ist ... und das, nachdem die Veröffentlichung des ersten Teils noch gar nicht so lange her ist. Und da das Songwriting zeitlich ineinander überging und die beiden Alben ohnehin inhaltlich und konzeptionell eng miteinander verbunden sind, liegt es auf der Hand, dass The House Of Atreus Act II nahtlos am ersten Teil ansetzt und musikalisch genau da weitermacht, wo Act I seinerzeit endete. Und auch wenn die Lobeshymnen auf VIRGIN STEELE Platten vielleicht auf Dauer langweilig werden ... man kann einfach nicht anders, als diese Klasseband über den grünen Klee zu loben! Was bei anderen Bands möglicherweise manchmal negativ gesehen wird, nämlich das sich-wiederholen und selbst-kopieren ist bei VIRGIN STEELE eher positiv zu bewerten, weil der Maestro des Heavy Metal einer der ganz wenigen alten Vertreter der Metal-Gilde ist, der dem ursprünglichen Metal hundertprozentig treu geblieben ist ... und das wohlgemerkt querbeet durch alle Zeiten (auch als der grauenhafte Grunge-Boom grassierte ... siehe die Marriage-Platten). Und dieser klassische, traditionelle Stil von VIRGIN STEELE ist reiner, unverfälschter Heavy Metal mit viel Bombast-Einflüssen, einfühlsamen Stücken, Dramatik, Theatralik und einem eindringlichen Charisma, wie man ihn heutzutage nur noch sehr selten findet. Aber was sag ich ... wer VIRGIN STEELE kennt, weiß natürlich, dass die DeFeis´sche Handschrift absolut einzigartig ist und auch diesen Longplayer zu einem Highlight der Extraklasse macht. Und wie schon beim Review zu Act I gilt auch hier: über die stimmlichen Fähigkeiten von David braucht man wohl keine Worte zu verlieren - zusammen mit Ronnie James Dio und einigen weiteren vereinzelten Ausnahmesängern zählt DeFeis zweifelsohne zu den charakteristischsten Persönlichkeiten im Metal-Buisiness. Fazit: Wer auf traditionellen "True" Metal steht und obendrein ein Fable für Gefühl und Bombast hat, wird an diesem Album wieder mal nicht vorbeikommen.
14 Punkte - Wolfgang Volk (15.01.2001)

Playlist
Disk 1
1. Wings Of Vengeance
2. Hymn To The Gods Of Night
3. Fire Of Ecstasy
4. The Orcale Of Apollo
5. The Voice Of A Weapon
6. Moira
7. Nemesis
8. The Wine Of Violence
9. A Token Of My Hatred
10. Summoning The Powers 
Disk 2
1. Flames Of Thy Power (From Blood They Rise)
2. Arms Of Mercury
3. By The Gods
4. Areopagos
5. The Judgement Of The Son
6. Hammer The Winds
7. Guilt Or Innocence
8. The Fields Of Asphodel
9. When The Legends Die
10. Anemone (Withered Hopes...Forsaken) 
Weiteres zu Virgin Steele:

- Age Of Consent (CDCheck)

- Magick Fire Music (CDCheck)

- 'The House Of Atreus' - eine Metal-Oper in zwei Teilen (Interview)

- Veni, Vedi, Veci ... (Interview)